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Politische Emotionen als moraltheoretische Herausforderung

Prof. Dr. Markus Vogt  Münchener Theologische Zeitschrift / Heft 4/2017

 

In den Arenen politischer Kommunikation haben digital verstärkte Emotionen eine ungeahnte Dynamik gewonnen. Das fordert die Ethik methodisch heraus, über Begründungsdiskurse hinaus stärker die Bedingungen der Kultivierung von Emotionen in den Blick zu nehmen. Darin liegt zugleich eine Chance der Profilbildung christlicher Ethik: Basierend auf der Deutung des Christentums als therapeutische Religion wird die Überwindung diffuser Ängste als theologisch-ethische Aufgabe der Befähigung zu Demokratie verstanden. Dies ist insbesondere hinsichtlich der Immunisierung gegen totalitäre Selbstüberhöhung des Politischen sowie gegen Populismus relevant….weiter lesen