Am 27. und 28. März 2025 veranstaltete das Lumen Christi Institute unter Beteiligung der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft und Ordo socialis seine zehnte Konferenz zum Thema Wirtschaft und katholisches Sozialdenken unter dem Titel: Polarization, Social Cohesion, and the Economy. 10th conference in Economics and Catholic Social Thought. Diese Konferenz setzt eine seit 2008 bestehende Initiative fort, die wirtschaftliche Fragestellungen mit den Grundsätzen der katholischen Lehre über Gerechtigkeit auf individueller, politischer und gesellschaftlicher Ebene verknüpft.
In diesem Jahr stand die Konferenz im Zeichen des fünften Jahrestages der Enzyklika Fratelli Tutti von Papst Franziskus, die zur Brüderlichkeit und sozialen Freundschaft aufruft. Dieser Anlass bot die Gelegenheit, zentrale Anliegen des Dokuments neu zu reflektieren. Die internationale Tagung rückte so die weltweite Dimension sozialer und wirtschaftlicher Spaltungen in den Fokus.
An der Tagung haben mehrere Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats von Ordo socialis teilgenommen: So war Clemens Sedmak Teilnehmer der öffentlichen Podiumsdiskussion zu Beginn der Tagung zusammen mit James Heckman (Universität von Chicago), Michael Hüther (Institut der deutschen Wirtschaft) und Teresa Sullivan (UVA). Im weiteren Verlauf der Tagung sprach Ursula Nothelle-Wildfeuer (Universität Freiburg) im Panel 1: 5 years after Fratelli Tutti, Nils Goldschmidt (Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft) war Teilnehmer der Session 2: The impact of the economy on social cohesion und Holger Zaborowski (Universität Erfurt) beteiligte sich am Panel 4: Importance of solidarity within economies.
Die Teilnehmer betonten, dass Fratelli Tutti einen wertvollen Rahmen zur Überwindung gesellschaftlicher Zerreißproben bietet. Insbesondere wurde die Bedeutung von sozialem Zusammenhalt, gegenseitigem Vertrauen und dem Gemeinwohl hervorgehoben – nicht nur als moralische Werte, sondern als grundlegende wirtschaftliche Voraussetzungen für funktionierende Märkte und nachhaltiges Wachstum. Den Menschen in seiner Würde anzuerkennen, ist nicht nur gut für das moralische Gefüge, sondern auch für das reibungslose Funktionieren der Gesellschaft.
