Aktuelles

Dienstag, der 20. Februar 2018

Ordo-Socialis-Preis 2018

 

ORDO SOCIALIS hat einen „Ordo-Socialis-Preis“ gestiftet, der alle zwei Jahre an Persönlichkeiten verliehen wird, die sich durch ihr Wirken für die Verbreitung und Verwirklichung wichtiger Themen der christlichen Soziallehre einsetzen.

 

Die diesjährige Preisträgerin ist Frau Dr. Anne-Catherine Dior Senghor Beye, eine afrikanische Unternehmerin aus dem Senegal, die sowohl eine Apotheke als auch ein Öko-Hotel leitet. Das Öko-Hotel leitet sie nach ökologischen und nachhaltigen Kriterien. Im Hotel werden lokale Produkte angeboten, die nach neuen umweltschonenden Kriterien erzeugt werden. Auch die Bau- und Ausstattungsmaterialien stammen größtenteils aus lokaler Produktion. Daneben organisiert sie in einem Veranstaltungszentrum des Hotels Seminare über Umweltschutz, nachhaltiges Wirtschaften, lokale Produktion von Lebensmitteln und deren Vermarktung für Jugend- und Frauengruppen. Als Apothekerin legt sie Wert auf den Anbau und die Verwendung von lokalen Heilpflanzen. Sie ermöglicht ebenso der ärmeren Bevölkerung in Djilor und Umgebung den Zugang zu Medikamenten.

Frau Dr. Beye ist eine Frau, die auf der Grundlage der Prinzipien der Christlichen Soziallehre durch ihre Arbeit und durch ihr soziales Engagement die Prinzipien in praktische Hilfe umsetzt. In Anerkennung und Würdigung ihrer erfolgreichen Arbeit zur Überwindung von Armut und sozialer Ungerechtigkeit verleiht Ordo Socialis ihr den  Ordo-Socialis-Preises 2018 am 17. März 2018 um 16.00 Uhr im Katholisch-Sozialen Institut in Siegburg, Bergstr. 26.

Einladungsflyer, Anmeldekarte

Dienstag, der 23. Januar 2018

Englische Übersetzungen

 

Diese von Ordo socialis in Auftrag gegebenen englischen Übersetzungen deutscher Originaltexte sind ab heute für Sie online:

Nass, Elmar:

  • New Paradigm for Catholic Social Ethics. Ecological Humanism and Market Criticism in the Encyclical Laudato Si’ (Englisch
  • Christian Social Ethics Under Gender Paradigm? An examination of theological connectivity (Englisch)

Rusche, Thomas:

  • Digital Transformation of Our (Economic) Society, Reihe “Kirche und Gesellschaft” Nr. 439 der KSZ Mönchengladbach, J.P. Bachem Medien GmbH, Köln (Englisch)
Montag, der 8. Januar 2018

Digitale Transformation unserer (Wirtschafts)-Gesellschaft

 

Unter diesem Titel ist in der Reihe “Kirche und Gesellschaft” der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle (KSZ) ein Beitrag von Dr. Thomas Rusche erschienen, den wir Ihnen heute empfehlen.

  • Digitale Transformation unserer (Wirtschafts)-Gesellschaft (Deutsch)
Dienstag, der 19. Dezember 2017

Prof. Dr. Guillermo León Escobar Herrán gestorben

 

Das Mitglied unseres Wissenschaftlichen Beirats, Prof. Dr. Guillermo León Escobar Herrán, Botschafter Kolumbiens beim Heiligen Stuhl, ist am 17. Dezember 2017 in Rom im Alter von 73 Jahren verstorben. Deutschland kannte er gut. Er war Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung, studierte an der Universität Bonn Philosophie, Erziehungswissenschaft und Theologie und schloss seine Studien mit einer Promotion ab. Er war ein sehr engagierter Katholik, der sich früh mit der Politik befasste. In Kolumbien arbeitete er für die Regierung von Präsident Belisario Betancourt, von 1998 bis 2007 und von 2014 bis zu seinem Tode vertrat er sein Land als Botschafter beim Heiligen Stuhl. Er gehörte zu den besten Kennern des vatikanischen Innenlebens. Ihn verbanden sehr freundschaftliche Verbindungen zu den Päpsten Johannes Paul II und Franziskus. Die Reise von Papst Franziskus nach Kolumbien im September 2017 war wesentlich seinem Einsatz zu verdanken.

 

Der Arbeit von Ordo socialis fühlte er sich eng verbunden. Er nahm 2012 als Referent an unserer Konferenz in Brüssel teil und hielt auf unserer Mitgliederversammlung in Düsseldorf einen eindrucksvollen Vortrag. Dabei stand im Mittelpunkt seiner Arbeit das Thema der sozialen Gerechtigkeit in einer sich ständig verändernden Welt. Ihm verdanken wir wertvolle Hinweise und Anregungen. Für seine Hilfe und Unterstützung danken wir ihm. Er wird uns in guter Erinnerung bleiben. Qué descanse en paz!

Dienstag, der 19. Dezember 2017

Weihnachts -Newsletter

 

Hier ist die Weihnachtsausgabe unseres Newsletters “Ordo socialis aktuell… für Sie.

Mittwoch, der 13. Dezember 2017

Neues Paradigma für die Katholische Soziallehre. Ökologischer Humanismus und Marktkritik in der Enzyklika Laudato Si‘

 

Ebenfalls von Prof. Nass ist dieser Text, der im Psychosozial Verlag in “Laudato Si’ – Wissenschaftler antworten auf die Enzyklika von Papst Franziskus erschienen ist.

  • Neues Paradigma für die Katholische Soziallehre. Ökologischer Humanismus und Marktkritik in der Enzyklika Laudato Si‘ (Deutsch)
Dienstag, der 12. Dezember 2017

Christliche Sozialethik unter dem Genderparadigma? Eine Prüfung theologischer Anschlussfähigkeit

 

Diesen Beitrag von Prof. Dr. Elmar Nass bieten wir ab heute zum Download an. Prof. Nass ist Professor für Wirtschafts- und Sozialethik an der privaten Wilhelm Löhe Hochschule für angewandte Wissenschaften in Fürth.

  • Christliche Sozialethik unter dem Genderparadigma? Eine Prüfung theologischer Anschlussfähigkeit – erschienen in “Kultur des Gemeinwohls (Festschrift zum 70. Geburtstag von Prof. Dr. Dr. Wolfgang Ockenfels), Paulinus, Trier 2017 (Deutsch)
Freitag, der 17. November 2017

Die Relevanz der Katholischen Soziallehre für Afrika

 

Zu diesem Thema sprach Msgr. Prof. Dr. Obiora Ike aus Nigeria am Mittwoch, dem 15. November 2017 im Katholisch Sozialen Institut in 53721Siegburg  Prof. Ike ist ein Menschenrechtsaktivist, Entwicklungspraktiker, Autor, Lehrer, Priester und Brückenbauer über Kontinente hinweg. Er hat in Nigeria, Österreich, Deutschland, Frankreich und dem UK studiert und einen Abschluss in Philosophie, Theologie, Volkswirtschaft, Journalismus und Staatswissenschaft. Prof. Ike hat in Bonn studiert und bei Prof. em Lothar Ross in Christlicher Gesellschaftslehre promoviert. Mehrere Entwicklungsorganisationen in Nigeria, unter anderem  das Katholische Institut für Entwicklung, Gerechtigkeit und Frieden (CIDJAP) und eine Mikrofinanzbank (Umuchinemere Procredit Microfinance) hat er gegründet. Er hatte mehre Posten in Kirche und Staat inne. Seit kurzem ist der Professor für Ethik und Interkulturelle Studien an der Godfrey Okoye Universität in Nigeria. Er ist Executive Director von Globethics in Genf, einem globalen Netzwerk von Personen und Institutionen, das unter anderem eine digitale Ethikbibliothek anbietet.

In seinem Vortrag hob er die Wichtigkeit der drei Grundpfeiler der Christlichen Gesellschaftslehre Personalität, Solidarität und Subsidiarität für die Bewältigung der Probleme in Afrika hervor. Er dankte ausdrücklich Cornelius Fetsch, dem langjährigen Vorstandsvorsitzenden von Ordo socialis und Träger des diesjährigen Josef-Höffner-Preises für seine langjährige Unterstützung und Zusammenarbeit.

Dienstag, der 19. September 2017

In einem offenen Brief mit dem Titel “Für eine Rückbesinnung auf eine Politik der sozialen Ordnung” richtet sich der Bund Katholischer Unternehmer  kurz vor der Bundestagswahl an alle Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Die Soziale Marktwirtschaft ist ein Erfolgsmodell. Deutschland ist wirtschaftlich erfolgreich. Wir erleben immer neue Beschäftigungsrekorde. Breite Bevölkerungsschichten profitieren davon. Unser Gemeinwesen ist stabil und leistungsfähig. Die Zivilgesellschaft ist weit weniger anfällig für Fundamentalismus als in anderen Ländern und hat in der Flüchtlingskrise das sie prägende ehrenamtliche Engagement erneut unter Beweis gestellt. Unserer mittelständischen Struktur mit gelebter Sozial- und Tarifpartnerschaft gelingt es, auch schwierigste Herausforderungen zu meistern. Die Bewältigung der Wirtschafts- und Finanzkrise ist dafür ein beredtes Beispiel. Eines der weltweit umfangreichsten Sozialsysteme schützt umfassend vor Unwägbarkeiten, gerade wenn der Einzelne in Notlagen gerät.

Doch wir gefährden dieses Erfolgsmodell durch eine zunehmend konsumptive an Stelle einer ordnenden Sozialpolitik. Hier läuft etwas grundlegend falsch in der deutschen Sozialpolitik. Sie senkt die Leistungs- und Anpassungsfähigkeit unseres Erfolgsmodells, höhlt schleichend seine Legitimation aus und leistet so Populismus Vorschub.

  • Wir fordern soziale Gerechtigkeit – und verschärfen laufend die Lastenverschiebung auf nachfolgende Generationen gerade in den Beitragssystemen. Wer ist Anwalt und ehrlicher Makler unserer Kinder und Enkel bei politischen Entscheidungen?
  • Wir diskutieren – teilweise unverantwortlich Ängste schürend – über Armutsgefährdung im Alter, von der erfreulicherweise auch künftig nur eine Minderheit bedroht ist – und uns fehlen überzeugende Konzepte, die viel größere Gruppe Geringqualifizierter nachhaltig am Erwerbsleben teilhaben und so zugleich für ihr Alter vorsorgen zu lassen.
  • In Deutschland wird Bildungsausschluss immer noch zu oft intergenerativ vererbt und untergräbt so das Wohlstandsversprechen einer offenen Bürgergesellschaft. Gleichwertigkeit zwischen akademischer und beruflicher Bildung darf nicht nur in Sonntagsreden stattfinden, sondern muss durch konkretes politisches Handeln mit Leben gefüllt werden. Andernfalls droht sich das Bildungssystem von den Anforderungen des Arbeitsmarktes zu entfernen.
  • Wir wundern uns über den Zulauf von Populisten – aber gaukeln selbst schnelle und einfache Scheinlösungen vor, statt um ehrliche und langfristige Antworten auf zweifellos immer komplexere Probleme zu ringen. Politik darf aber nicht zu Entertainment verkommen, getrieben von Talkshow-Einschaltquoten oder Twitter-Likes. Debatten gehören zurück ins Parlament, wo um Sachargumente gerungen werden muss… (weiter lesen)
Dienstag, der 29. August 2017

Economía ecosocial de mercado en lugar de un Estado liberal minimalista

- El debate sobre la ética económica del papa Francisco

 

Die spanische Übersetzung des Artikels “Öko-soziale Marktwirtschaft statt liberaler Minimalstaat” von Prof. Joachim Wiemeyer ist online. (Spanisch)