Aktuelles

Freitag, der 27. Mai 2016

Götz Briefs-Zum Problem der Grenzmoral

 

Götz Briefs (1889 – 1974) – Brückenbauer zwischen Ökonomie und Soziallehre

 

Götz Briefs wurde am 1. Januar 1889 in Eschweiler im Rheinland geboren. 1911 promovierte der zweiundzwanzigjährige Briefs an der Universität Freiburg mit einer Arbeit über das Spiritus-Kartell. 1913 erschien seine Habilitationsschrift „Untersuchungen zur klassischen Nationalökonomie“. Schon in dieser Schrift beschäftigte sich Briefs mit den sozialphilosophischen Grundlagen des ökonomischen Liberalismus. Seit dieser Zeit ist für ihn der Brückenschlag zwischen Ökonomie und katholischer Soziallehre ein Lebensthema. 1921 wird Briefs Ordinarius in Würzburg und kehrt zwei Jahre später nach Freiburg zurück. 1926 veröffentlicht Briefs als Beitrag zu Max Webers Grundriss der Sozialökonomie seine Studie „Das gewerbliche Proletariat“. In Weiterführung dieser Arbeit beschäftigte er sich immer stärker mit der Frage, wie die arbeitende Bevölkerung ihre Interessen organisieren könne. In Konsequenz dessen wurde die Verbandsbildung der Arbeitnehmer zum Thema von Götz Briefs. Oswald von Nell-Breuning hat Briefs dann später das Verdienst zugesprochen, eine Gewerkschaftstheorie entwickelt zu haben. Briefs wurde zu einem der führenden Gewerkschaftstheoretiker des 20. Jahrhunderts. 1934 emigrierte Briefs in die USA und folgte 1937 einem Ruf als Full-Professor an die Washingtoner Georgetown University. Goetz Briefs starb am 16. Mai 1974 im Alter von 85 Jahren in Rom….weiterlesen

(Götz Briefs, „Zum Problem der `Grenzmoral`“, in: Gesellschaftspolitische Kommentare, 10. Jhrg. 1963, Nr. 17 vom 1.9.1963, S. 193 – 198, abgedruckt in: Goetz Briefs, Ausgewählte Schriften, Erster Band: Mensch und Gesellschaft, hrsg. von Heinrich Baslius Streithoven und Rüdiger von Voss, Berlin 1980,.S. 51 -  (Deutsch)

Dienstag, der 19. April 2016

Ordo-Socialis-Preis 2015 – Grußworte, Laudatio und Festrede

 

Die Grußworte von Herrn Prof. Dr. Ralph Bergold, (Vorstandsvorsitzender Ordo socialis, Direktor der Katholisch-Sozialen Institus)  und Herrn Prof. Dr. Markus Vogt, (Sprecher des Wissenschaftlichen Beirats von Ordo, Lehrstuhl für Christliche Sozialethik an der LMU München) sowie die Lautatio von

Herrn Dr. h.c. Thesing, (Vorstand von Ordo socialis, ehemaliger stellvertretender Generalsekretär der Konrad-Adenauer-Stiftung) und die Festrede des Preisträgers Oscar Andrés Kardinal Rodríguez Maradiaga anlässlich der Verleihung des Ordo-Socialis-Preises 2015, sind in einer Broschüre veröffentlicht worden.

 

Donnerstag, der 24. März 2016

Globale Verantwortung 2030 – Redebeiträge auf einen Blick

 

Rodríguez Maradiaga, Oscar Kardinal:

Turkson,Peter K. A. Kardinal:

  • Catholic social teaching, integral ecology and sustainable development (Englisch)

Ike, Obiora:

  • Challenges on global poverty and global health – from millennium development goals (MDG’S) tosustainable development goals (SDG’S) (Englisch)
Freitag, der 18. März 2016

Fachtagung „Globale Verantwortung 2030“ (04.-05.03.2016)

André Schröder, KSI

17.03.2016

 

Kardinäle Rodriguez Maradiaga und Turkson fordern mehr Solidarität und weniger Maßlosigkeit auf entwicklungspolitischer Fachtagung von Ordo socialis und KSI

 

Kardinal Rodriguez Maradiaga aus Honduras, Kardinal Turkson aus Rom, Msgr. Prof. Ike aus Nigeria sowie zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der kirchlichen Hilfswerke, Wohlfahrtsverbände und Einrichtungen der Entwicklungspolitik haben sich vom 4.-5. März zur Fachtagung „Globale Verantwortung 2030“ im Katholisch-Sozialen Institut zusammengefunden. Ziel war es, vor dem Hintergrund der in 2015 formulierten nachhaltigen UN-Entwicklungsziele und der Papstenzyklika Laudato si‘ aus kirchlicher Sicht Bilanz zu ziehen und Perspektiven entwicklungspolitischen Engagements zu diskutieren.

In seinem Eröffnungsvortrag beschrieb MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Msgr. Pirmin Spiegel das Streben nach einem „erfüllten, guten Leben“ als zentrale Frage der Weltreligionen. Dies müsse zwangsläufig auch Ziel des entwicklungspolitischen Handelns der Kirchen sein und für alle Menschen gleichermaßen Geltung haben. Wie eine medizinische Basisversorgung in Krisenregionen und wirtschaftlich schwächeren Ländern gelingen kann und vor welchen Herausforderungen durch Armut und Konflikte geprägte Länder wie Nigeria stehen, erläuterten Dr. Marie Theres Benner, Gesundheitsexperten bei Malteser International und Generalvikar Msgr. Prof. Obiora Ike. Dr. Peter Wolff vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik und Dr. Markus Demele von Kolping International wiederum gaben Impulse zur Entwicklung einer gerechteren Arbeitsmarktpolitik und zu Global Gouvernance. „Ohne Ethik keine Entwicklung“ – so formulierte es Oscar Kardinal Rodriguez Maradiaga in seinem prägnanten Referat und prangerte ungezügelte Habgier und skrupellose Spekulationen zulasten von Millionen Menschen an. Mit einer Videobotschaft von Papst Franziskus im Gepäck angereist, sprach Peter Kardinal Turkson über die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Ökologie, die ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltiges Handeln umfasse. Auch einige binnenkritische Worte wurden formuliert: Sozialethiker Prof. Markus Vogt, Sprecher des wissenschaftlichen Beirats von Ordo socialis, der die Inhalte und Forderungen der Papstenzyklika als „neues Kapitel in  der Entwicklung der Katholischen Soziallehre“ ausdrücklich lobte, bemängelte den „katholischen Verspätungsfaktor“. Hier habe es bereits in den 60er, 70er und 80er Jahren „weitblickende und klare Worte“ vieler Bischöfe gegeben. „‘Inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung für alle‘ – erreichbares Ziel oder Utopie?“ – dieser Frage gingen Dorothea Schönfeld, Referentin bei der Kindernothilfe, sowie Nina  Fries und Maria Ullrich von der Initiative denkglobal! nach. Zum Abschluss der Tagung rief Msgr. Ike in eindringlichen Worten noch einmal dazu auf, die Ergebnisse der Gespräche mitzunehmen und in konkretes Handeln umzusetzen. Zu oft habe er erlebt, dass die Probleme zwar benannt und erkannt werden, es jedoch am nötigen Wille fehle, Veränderungen tatsächlich anzustoßen.

Mittwoch, der 9. März 2016

ORDO-SOCIALIS-PREIS 2015

 

Am 05.03.2016 hat Kardinal Oscar Rodríguez Maradiaga in Bad Honnef den ORDO-SOCIALIS-PREIS 2015 erhalten. Medaille und Urkunde wurden dem Erzbischof von Tegucigalpa/Honduras im Anschluss an die entwicklungspolitische Tagung “Gobale Verantwortung 2030″ überreicht.

 

 

v.l. Kardinal Oscar Rodriguéz Maradiaga,

Prof.Dr.Ralph Bergold

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

v.l. Dr.h.c.Josef Thesing (Vorstand v. Ordo socialis), Prof.Dr.Raph Bergold (Vorstandsvorsitzender v. Ordo socialis, Kardinal O.Rodriguéz Maradiaga, Prof.Dr.Markus Vogt (Sprecher d. Wissenschaftlichen Beirats v. Ordo socialis)

 

Laudatio: (Deutsch, Spanisch)

Festrede: (Deutsch, Spanisch)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Montag, der 25. Januar 2016

Verleihung des Ordo Socialis Preises 2015 an Kardinal Oscár Andrés Rodríguez Maradiaga

am 05.03.2016

 

ORDO SOCIALIS ist eine wissenschaftliche Vereinigung, die sich zum Ziel gesetzt hat, die christliche Gesellschaftslehre zu fördern und damit für Freiheit und Gerechtigkeit in der Welt einzutreten. ORDO SOCIALIS leistet durch die Verbreitung von Texten aus dem Themenfeld der christlichen Sozialethik in mehreren Sprachen einen geistigen Beitrag zur Ordnung der gegenwärtigen komplexen Welt.

 

ORDO SOCIALIS hat einen „Ordo-Socialis-Preis“ gestiftet, der alle zwei Jahre an Persönlichkeiten verliehen wird, die sich durch ihr Wirken für die Verbreitung und Verwirklichung wichtiger Themen der christlichen Soziallehre einsetzen.

 

Der Preisträger für das Jahr 2015 ist Oscár Andrés Kardinal Rodríguez Maradiaga, Erzbischof von Tegucigalpa in Honduras. Er wurde 1942 in Tegucigalpa geboren. Nach der Schulzeit trat er 1961 in die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos (SDB) ein und studierte anschließend Kath. Theologie, Klavier und Komposition, Physik, Mathematik, Philosophie und Psychologie in Tegucigalpa, Guatemala, Rom und Innsbruck. 1970 wurde er in Guatemala zum Priester geweiht. Er spricht mehrere Sprachen. 1978 ernannte ihn Papst Johannes Paul II zum Weihbischof des Erzbistums Tegucigalpa, 1993 wurde er zum Erzbischof erhoben. Johannes Paul II nahm ihn am 21. Februar 2001 in das Kardinalskollegium auf. Von 1995 bis 1999 war er Präsident des Lateinamerikanischen Bischofsrates (CELAM). Von 2007 bis 2015 bekleidete er das Amt des Präsidenten von Caritas International. Papst Franziskus schuf am 13. April 2013 den Kardinalsrat, eine Kardinalskommission mit 8 Kardinälen aus allen Kontinenten. Kardinal Rodríguez Maradiaga ist Koordinator des Kardinalsrates. Sein Wahlspruch lautet: Mihi vivere Christus est – Für mich ist Christus das Leben.

 

Die Verleihung des Ordo-Socialis-Preises 2015 an Kardinal Rodríguez Maradiaga erfolgt am 5. März 2016 im Katholisch-Sozialen Institut zum Abschluss der entwicklungspolitischen Tagung „Globale Verantwortung 2030“. 

Einladungsflyer als Pdf-Datei: Tagungsprogramm, Anmeldekarte-Tagung / Einladung OS-Preis-Verleihung, Anmeldekarte OS-Preis

Weiter Infos unter www.ksi.de oder telefonisch unter 02224-955-168.

 

 

 

Freitag, der 22. Januar 2016

Englische Texte von Prof. Stefano Zamagni

 

Folgende englische Texte von Prof. Zamagni (Vita), Bologna/Italien, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von Ordo socialis sind ab heute online:

  • FINANCIAL INTEGRITY AND INCLUSIVE CAPITALISM: CIVILIZING GLOBALIZATION (Englisch)
  • HOW THE GLOBAL ECONOMY FOSTERS HUMAN TRAFFICKING (Englisch)
  • PROSPERITY, POVERTY AND THE RESPONSABILITY OF BUSINESS (Englisch
Freitag, der 8. Januar 2016

Das Wunder von Paris: Fahrplan für einen postfossilen Gesellschaftsvertrag

Englische und spanische Übersetzung

 

Inzwischen liegt die Analyse von Prof. Dr. Markus Vogt zur Pariser Klimakonferenz auch in englischer und spanischer Sprache vor. (Englisch, Spanisch, Franz., Portugiesisch)

 

Montag, der 21. Dezember 2015

Das Wunder von Paris: Fahrplan für einen postfossilen Gesellschaftsvertrag

 

Eine Analyse von Prof. Dr. Markus Vogt, LMU München, Lehrstuhl Christliche Sozialethik und Sprecher des Wissenschaftslichen Beirats von Ordo socialis.

Selten wurde eine Konferenz der Vereinten Nationen mit so vielen Hoffnungen und Befürchtungen erwartet wie die Weltklimaverhandlungen von Paris (30. 11. – 11. 12. 2015). Im Vorfeld stand ein langer Reigen von zähen oder scheiternden Zusammenkünften – es war die 21. Klimaverhandlung (United Nations Framework Convention on Climate Change, 21st Conference of the Parties, kurz: COP 21), gekoppelt mit der 11. Post-Kyoto-Runde (11th Meeting of the Parties to the 1997 Kyoto Protocol, kurz: CMP 11). Das Unwahrscheinliche ist wahr geworden: Alle 196 beteiligten Staaten haben sich auf ein Abkommen geeinigt, das die Abkehr von der fossilen Weltwirtschaft unumkehrbar als Ziel der Weltgemeinschaft verankert…weiterlesen

 

Montag, der 21. Dezember 2015

Globale Verantwortung 2030

- Die Milenniumsziele und der Post-2015-Prozess als Herausforderung für die Weltkirche

 

Zu dieser Internationalen-Konferenz laden Katholisch-Soziales-Institut (ksi) und Ordo socialis vom 04. bis 05. März 2016 gemeinsam ein. Tagungsort ist das ksi in Bad Honnef.

In seiner Enzyklika Laudato si‘ fordert Papst Franziskus eine „ganzheitliche Ökologie des Menschen“ und die „Sorge für das gemeinsame Haus“. Ende September 2015 einigten sich Vertreter der 193 UN-Mitgliedsstaaten auf einen Katalog von 17 „nachhaltigen Entwicklungszielen“ (SDG), die bis 2030 erreicht werden sollen. Die globale Armut in ihrer engen Verflechtung mit ökologischen und entwicklungspolitischen Fragen ist für die Kirche eine Herausforderung, die soziale und ökologische Dimension des Evangeliums immer wieder neu zu entdecken, in die Gegenwart zu übersetzen und ihre Soziallehre weiterzuentwickeln. Dabei sind die Millenniumsentwicklungsziele, mit denen sich die Völkergemeinschaft u.a. eine Halbierung der Armut bis 2015 zum Ziel gesetzt hat, und der Post-2015-Prozess Anlass, auch aus kirchlicher Perspektive Bilanz zu ziehen. Es gilt, aus Erfolgen und Defiziten für die Zukunft zu lernen. Hierzu will das Katholisch-Soziale Institut und Ordo socialis beitragen. Sie sind herzlich eingeladen!  Einladungsflyer