Aktuelles

Freitag, der 17. November 2017

Die Relevanz der Katholischen Soziallehre für Afrika

 

Zu diesem Thema sprach Msgr. Prof. Dr. Obiora Ike aus Nigeria am Mittwoch, dem 15. November 2017 im Katholisch Sozialen Institut in 53721Siegburg  Prof. Ike ist ein Menschenrechtsaktivist, Entwicklungspraktiker, Autor, Lehrer, Priester und Brückenbauer über Kontinente hinweg. Er hat in Nigeria, Österreich, Deutschland, Frankreich und dem UK studiert und einen Abschluss in Philosophie, Theologie, Volkswirtschaft, Journalismus und Staatswissenschaft. Prof. Ike hat in Bonn studiert und bei Prof. em Lothar Ross in Christlicher Gesellschaftslehre promoviert. Mehrere Entwicklungsorganisationen in Nigeria, unter anderem  das Katholische Institut für Entwicklung, Gerechtigkeit und Frieden (CIDJAP) und eine Mikrofinanzbank (Umuchinemere Procredit Microfinance) hat er gegründet. Er hatte mehre Posten in Kirche und Staat inne. Seit kurzem ist der Professor für Ethik und Interkulturelle Studien an der Godfrey Okoye Universität in Nigeria. Er ist Executive Director von Globethics in Genf, einem globalen Netzwerk von Personen und Institutionen, das unter anderem eine digitale Ethikbibliothek anbietet.

In seinem Vortrag hob er die Wichtigkeit der drei Grundpfeiler der Christlichen Gesellschaftslehre Personalität, Solidarität und Subsidiarität für die Bewältigung der Probleme in Afrika hervor. Er dankte ausdrücklich Cornelius Fetsch, dem langjährigen Vorstandsvorsitzenden von Ordo socialis und Träger des diesjährigen Josef-Höffner-Preises für seine langjährige Unterstützung und Zusammenarbeit.

Dienstag, der 19. September 2017

In einem offenen Brief mit dem Titel “Für eine Rückbesinnung auf eine Politik der sozialen Ordnung” richtet sich der Bund Katholischer Unternehmer  kurz vor der Bundestagswahl an alle Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Die Soziale Marktwirtschaft ist ein Erfolgsmodell. Deutschland ist wirtschaftlich erfolgreich. Wir erleben immer neue Beschäftigungsrekorde. Breite Bevölkerungsschichten profitieren davon. Unser Gemeinwesen ist stabil und leistungsfähig. Die Zivilgesellschaft ist weit weniger anfällig für Fundamentalismus als in anderen Ländern und hat in der Flüchtlingskrise das sie prägende ehrenamtliche Engagement erneut unter Beweis gestellt. Unserer mittelständischen Struktur mit gelebter Sozial- und Tarifpartnerschaft gelingt es, auch schwierigste Herausforderungen zu meistern. Die Bewältigung der Wirtschafts- und Finanzkrise ist dafür ein beredtes Beispiel. Eines der weltweit umfangreichsten Sozialsysteme schützt umfassend vor Unwägbarkeiten, gerade wenn der Einzelne in Notlagen gerät.

Doch wir gefährden dieses Erfolgsmodell durch eine zunehmend konsumptive an Stelle einer ordnenden Sozialpolitik. Hier läuft etwas grundlegend falsch in der deutschen Sozialpolitik. Sie senkt die Leistungs- und Anpassungsfähigkeit unseres Erfolgsmodells, höhlt schleichend seine Legitimation aus und leistet so Populismus Vorschub.

  • Wir fordern soziale Gerechtigkeit – und verschärfen laufend die Lastenverschiebung auf nachfolgende Generationen gerade in den Beitragssystemen. Wer ist Anwalt und ehrlicher Makler unserer Kinder und Enkel bei politischen Entscheidungen?
  • Wir diskutieren – teilweise unverantwortlich Ängste schürend – über Armutsgefährdung im Alter, von der erfreulicherweise auch künftig nur eine Minderheit bedroht ist – und uns fehlen überzeugende Konzepte, die viel größere Gruppe Geringqualifizierter nachhaltig am Erwerbsleben teilhaben und so zugleich für ihr Alter vorsorgen zu lassen.
  • In Deutschland wird Bildungsausschluss immer noch zu oft intergenerativ vererbt und untergräbt so das Wohlstandsversprechen einer offenen Bürgergesellschaft. Gleichwertigkeit zwischen akademischer und beruflicher Bildung darf nicht nur in Sonntagsreden stattfinden, sondern muss durch konkretes politisches Handeln mit Leben gefüllt werden. Andernfalls droht sich das Bildungssystem von den Anforderungen des Arbeitsmarktes zu entfernen.
  • Wir wundern uns über den Zulauf von Populisten – aber gaukeln selbst schnelle und einfache Scheinlösungen vor, statt um ehrliche und langfristige Antworten auf zweifellos immer komplexere Probleme zu ringen. Politik darf aber nicht zu Entertainment verkommen, getrieben von Talkshow-Einschaltquoten oder Twitter-Likes. Debatten gehören zurück ins Parlament, wo um Sachargumente gerungen werden muss… (weiter lesen)
Dienstag, der 29. August 2017

Economía ecosocial de mercado en lugar de un Estado liberal minimalista

- El debate sobre la ética económica del papa Francisco

 

Die spanische Übersetzung des Artikels “Öko-soziale Marktwirtschaft statt liberaler Minimalstaat” von Prof. Joachim Wiemeyer ist online. (Spanisch)

Dienstag, der 6. Juni 2017

Neuer spanischer Beitrag

 

Folgender Beitrag von Guillermo Sandoval ist ab heute für Sie online:

  • EL TRABAJO ESCLAVO EN NUESTROS TIEMPOS (Spanisch)
Donnerstag, der 4. Mai 2017

Die Ordnungsethik der Katholischen Soziallehre

- Übersetzungen

 

Ab heute sind die von Ordo socialis in Auftrag gegebene englische, französische und spanische Übersetzung des Beitrags von Dr. Arnd Küppers online. (Englisch, Franz., Spanisch)

Montag, der 24. April 2017

Öko-soziale Marktwirtschaft statt liberaler Minimalstaat

- Wirtschaftsethik von Papst Franziskus in der Diskussion -

 

Ein Beitrag von Joachim Wiemeyer, Prof. für Christliche Gesellschaftslehre an der Ruhr-Universität Bochum, zur Diskussion über die Wirtschaftskritik von Papst Franziskus.

  • Öko-soziale Marktwirtschaft statt liberaler Minimalstaat – Wirtschaftsethik von Papst Franziskus in der Diskussion – (Deutsch, Englisch, Franz.)
Donnerstag, der 13. April 2017

Flucht, Migration, Integration – Versuch einer sozialethischen Einordnung

 

Ein weiterer Beitrag zum Thema Flucht und Migration von Dr. Arndt Küppers und Prof. Dr. Peter Schallenberg, den Direktoren der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle (KSZ) in Mönchengladbach aus der Reihe “Kirche und Gesellschaft” Nr. 426.

  • Flucht, Migration, Integration – Versuch einer sozialethischen Einordnung, J.P. Bachem Medien GmbH, Köln 2016 (Deutsch)
Mittwoch, der 12. April 2017

Zwischen Gesetz und Evangelium – Überlegungen zu einer christlichen Flüchtlingsethik

 

In der Reihe Analysen & Argumente der Konrad Adenauer Stiftung Ausgabe Nr. 239 vom Februar 2017 ist dieser Beitrag von Dr. Stephan Schaede erschienen, den wir Ihnen heute empfehlen möchten. Dr. Schaede ist Pfarrer, evangelischer Theologe, Philosoph und Direktor der Evangelischen Akademie Loccum.

  • Zwischen Gesetz und Evangelium-Überlegungen zu einer christlichen Flüchtlingsethik (Deutsch)
Dienstag, der 28. März 2017

Gozos y Esperanzas – Angustias y Tristezas en América Latina

 

Dieser Beitrag von Guillermo Sandoval, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von Ordo socialis, ist ab heute für Sie online.

  • Gozos y Esperanzas – Angustias y Tristezas en América Latina, Tomo 1 (Spanisch)
  • Gozos y Esperanzas – Angustias y Tristezas en América Latina, Tomo 2 (Spanisch)
Dienstag, der 21. März 2017

Die Ordnungsethik der Katholischen Soziallehre

 

unter diesem Titel ist in der Reihe “Kirche und Gesellschaft” Nr. 436 der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle (KSZ) in Mönchengladbach ein Beitrag von Dr. Arnd Küppers erschienen. Dr. Küppers ist stellv. Direktor der KSZ und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von Ordo socialis. Ordo socialis hat Übersetzungen des Beitrags in die Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch in Auftrag gegeben, die nach Ferigstellung wie immer zum kostenlosen Download zur Verfügung stehen.

  • Die Ordnungsethik der Katholischen Soziallehre, J.P. Bachem Medien GmbH, Köln 2017 (Deutsch)